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nächste Vorstellung_ Wien_ coming soon

letzte Vorstellung_ DOK FILM WOCHE BERLIN_ FSK am Oranienplatz, Sputnikkino_ 28.08 - 03.09

Awards_ DOKKA-PREIS FÜR DIE BESTE DOKUMENTARISCHE ARBEIT #Link#



WEIß DER WIND/ THE WIND ONLY KNOWS

Synopsis

Deutsch# "Ich hab kein Bock mehr auf das Knallen". Eine junge Frau muss sich daran gewöhnen. Sie besucht nach langer Zeit des Entzugs und der Therapie ihre Familie. Über die Landschaften der Lausitz trägt der Wind aber immer noch jenes Echo, das sich nur schwer ertragen lässt. Ertüchtigung und dicke Mauern sollen die Versprechen halten und die Familie zusammen. Der Tag wird zerlegt, die Bewegungen getrimmt, die Ordnung der Dinge zerstreut. Und gesprochen wird kaum...

english# "I'm sick of running into brick walls”. A young girl must get used to it. She returns from rehab and finds her family and the usual problems she left behind lined up again and waiting for her. Life drags on day after day and there are no easy answers around. So the family tries to stick together even though everything else is silently falling apart. Shot in black and white, the film sheds a disturbing light on the order of things in eastern germany. The faith that prosperity could heal is lost. Everyday life overtax...

80min, 4:3 HD, b/w, surround, DCP, german, subtitles in english/french/spanish/polish

Regie_ Philipp Diettrich
Kamera_ Melanie Jilg
Schnitt_ Lukas Sander
Tongestaltung_ Cornelia Böhm
Mischung_ Thomas Wallmann
Grafik_ Lotte Effinger

Screenings_
Visions du Reel Nyon 2013
Schauburg Karlsruhe
Dokumentarfilmwoche Hamburg 2014
Dokumentarfestival Karlsruhe 2014
DokfilmWoche Berlin 2014


Wiedersehen macht Freude / It’s got a lock to it



Ausschnitt / excerpt


Premiere am 22.04.2013 um 16uhr30 __ Visions du Reel Nyon

Katalogtext Nyon

Deutsch#
Ein junges Mädchen kommt zurück aus der Entziehungskur. Ihre Familie und die üblichen Probleme, die sie zurück gelassen hatte, stehen schon bereit und erwarten sie. Sie lebt in der Lausitz, südlich von Cottbus, an der Lausitzer Neisse, der Grenze zwischen Deutschland und Polen, in einer Gegend, die nach der Wende 1990 schwer unter der hohen Arbeitslosigkeit zu leiden hatte. Sie sucht nach Möglichkeiten, ihr Leben in den Griff zu bekommen und nicht in die alten Gewohnheiten zurückzufallen. Leicht ist es nicht, denn ihr Leben scheint stillzustehen. Wie immer. Endlos bewegt sich nur der Wind. Das Leben schleppt sich dahin und einfache Antworten gibt es nicht. Eigentlich gibt es sogar überhaupt keine Antworten. Und so versucht die Familie zusammenzuhalten, während alles still und leise auseinander fällt. Der sorgfältig strukturierte, vor allem beobachtende Film von Philipp Diettrich ver- meidet durch eine sehr persönliche Herangehensweise die traditionellen Markenzeichen des Sozialdokumentarfilms. In leuchtendem Schwarzweiss gedreht, wirft der Film ein verstörendes Licht auf eine nur selten gezeigte Facette der deutschen Wohlstandsgesellschaft.

English#
A young girl returns from rehab. She finds her family – and the usual problems she left behind – lined up again and waiting for her. She lives in the Lausitz region, south of Cottbus, on the river Lausitzer Neisse, which is also the German-Polish border, a place that has suffered severely after the German reunification of 1990 due to extreme unemployment. She tries to figure out ways to put her life together and not get back to the old habits. It is not easy though, because her life seems to be standing still. As always. There is only the wind that seems to move on endlessly. Life drags on day after day and there are no easy answers around. Well, there are no answers at all. So the family tries to stick together even though everything else is silently falling apart. Carefully crafted, a deeply observational work, Philipp Diettrich’s film eschews all the traditional trademarks of the social documentary working in a highly personal way. Shot in luminous black and white, the film sheds a disturbing light on a lesser seen part of the so-called German prosperous society.


Deutschland Premiere am 12.04.2014 um 17uhr00 __ Dokumentarfilmwoche Hamburg__ Metropolis Kino

Katalogtext Hamburg

Zart streift die Kamera zu Beginn über den im Gras liegenden jugendlichen Körper der Protagonistin. Eine Hand hält im Wasser gefundene Muscheln ins Bild, und das zuvor gehörte Rauschen und Plätschern von Wasser wird im Bild verortet. Gedreht wurde »Weiß der Wind« in Singwitz, einem Dorf in der Lausitz, nahe der polnischen Grenze zwischen 2010 und 2012. Eine junge Frau besucht dort nach langer Zeit des Entzugs und der Therapie ihre Familie. Der Film nimmt sich Zeit und erzählt in Schwarz-Weiß fragmentarisch von den verloren gegangenen Beziehungen innerhalb einer Familie, aber auch von der Wechselbeziehung zwischen Menschen und Landschaft. Eine Region, die dem neoliberalen Regime egal ist und sich doch in die Biografien der Bewohner*innen einschreibt. So lautet der erste Satz im Film: „Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“ Und langsam werden die inneren Risse zwischen Selbstoptimierung und den nicht verwertbaren Möglichkeiten, die das Leben bietet, erkennbar. Aber: Alles nimmt seinen Lauf, so oder so, mit oder ohne uns.


Ansichts-DVD erhältlich unter / DVD Screener available under pdiettrich@hfg-karlsruhe.de